Versicherung, Sachversicherung, Vermögensversicherung, Personenversicherung

Versicherung – Versicherung, Sachversicherung, Vermögensversicherung, Personenversicherung Definition, Merkmale, Beispiele

Versicherung

Versicherung, Sachversicherung, Vermögensversicherung, Personenversicherung Beispiele, Merkmale, Definitionen
Versicherung, Sachversicherung, Vermögensversicherung, Personenversicherung Beispiele, Merkmale, Definitionen

Der Begriff Versicherung ist sowohl eine Kurzfassung als auch das Synonym für den Vertrag mit einer Versicherungsgesellschaft, für eine Versicherungsart, eine Versicherungsform, ein Versicherungsverhältnis oder für den Versicherungsbeitrag, auch Prämie genannt. Hier lernen Sie mehr zu den Unterschieden der Sachversicherung, Vermögensversicherung und der Personenversicherung, erhalten Definitionen, Beispiele und die wichtigsten Merkmale der jeweiligen Einteilungen.

Versicherungsnehmer Ziele

Sinn und Ziel jeder Versicherung ist es, das im Versicherungsvertrag definiertes Risiko finanziell abzusichern, es zu versichern. Insofern sind die im Versicherungsvertrag geregelten Rechte und Pflichten des einen umgekehrt die Pflichten und Rechte des anderen. Sowohl das private als auch das berufliche Leben ist voller Risiken. Je komplizierter und aufwändiger das gesellschaftliche Miteinander ist, desto umfangreicher und vielseitiger ist der Versicherungsbedarf.

Versicherungsgesellschaft Ziele

Seit jeher gilt der Grundsatz, das es nichts gibt, was nicht versicherbar ist; im Endeffekt ist jede auch noch so exotische, ausgefallene Versicherung lediglich eine Frage des Geldes, also der Versicherungsprämie. Für den Versicherer muss das Versicherungsrisiko tragbar sein; er verfolgt das Ziel

  • mit einer möglichst hohen Zahl an Versicherungsverträgen
  • bei einer möglichst geringen Zahl an Leistungsfällen
  • einen möglichst höhen Umsatz und Gewinn zu erzielen

Versicherungsvertrag

Die Versicherung ist ganz allgemein ein privat-, also zivilrechtlicher Vertrag zwischen dem Verbraucher als natürlicher sowie dem Versicherer als einer juristischen Person des Privatrechts. Auf dem weiten Gebiet der Versicherungen wird in die gesetzlichen Pflichtversicherungen sowie in alle anderen also die freiwilligen Versicherungen unterschieden. Natürlich können auch Unternehmen oder juristische Personen als Versicherungsnehmer dienen.

Pflichtversicherung

Zu den wenigen gesetzlichen, für alle Bürger vorgeschriebenen Versicherungen gehören die private und gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung sowie die Kfz-Haftpflichtversicherung, aber auch die gesetzliche Unfallversicherung, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer abschließen und bezahlen muss.

Personenversicherung

Der Begriff Personenversicherung verdeutlicht, dass es sich bei diesen Versicherungsarten um die Risikoabsicherung der betreffenden Person als Versicherungsnehmer handelt. In einigen Fällen sind enge Familienangehörige wie Ehe- und Lebenspartner sowie Kinder mitversichert.

Beispiele

Beispiele für die Personenversicherungen sind die private Krankenversicherung und private Pflegeversicherung, die private Rentenversicherung wie Riester oder Rürup Rente, oder auch die Kapital- sowie die Risikolebensversicherung. Allgemein erhalten Sie unter Lebensversicherung einen Überblick.

Wie es heißt, werden solche Personenversicherungen auf den Namen und auf das Risiko der betreffenden Person abgeschlossen. Auffallend ist, dass diese Personenversicherungen in der überwiegenden Art und Zahl eine Ergänzung zur gesetzlichen Sozialversicherung sind; das beinhaltet ebenfalls die Kranken- und Pflege-, die Renten- sowie die Arbeitslosenversicherung als Pflichtversicherungen für den infrage kommenden Personenkreis.

Zusatzversicherungen

Mit diesen Personenversicherungen wird eine finanzielle Besserstellung in dem jeweiligen Lebensbereich bezweckt. Die durch Krankheit oder durch Pflegebedürftigkeit verursachten Kosten müssen finanziert und bezahlt werden. Das ist der einzelnen Person aus ihrem Einkommen und Vermögen heraus nicht möglich. Gebraucht wird die, wie es genannt wird große Versicherungsgemeinschaft. Das Risiko des Einzelnen wird auf viele verteilt, einer steht für den anderen ein.

Da diese staatliche Fürsorge bei Rente und Pflege zur Kostendeckung meistens nicht ausreicht, tut der Bürger gut daran, den mangelnden Versicherungsschutz durch eine private Personenversicherung bzw. Zusatzversicherungen aufzubessern.

Zu den gängigen Möglichkeiten gehören die:

  • Private Krankenzusatzversicherung mit ihren verschiedenen Tarifen
  • Private Pflegezusatzversicherung, staatlich gefördert als Pflege-Bahr
  • Private Rentenzusatzversicherung, staatlich gefördert mit Riester und mit Rürup Rente
  • Kapitallebensversicherung als private Altersvorsorge
  • Risikolebensversicherung als Kreditabsicherung von Verbindlichkeiten oder Immobiliendarlehen

Sachversicherung

Eine Sachversicherung schützt die versicherte Sache oder Situation vor den finanziellen Folgen, die durch Beschädigung, durch Verlust oder durch Zerstörung entstehen. Ein anderer Begriff für Sachversicherung ist die Schadensversicherung.

Beispiele

Zu den ebenso gängigen wie bekannten, geradezu unentbehrlichen Sachversicherungen gehören die Gebäudeversicherung sowie die Hausratversicherung, die Transportversicherung sowie sämtliche Reiseversicherungen. In all diesen Fällen werden werthaltige Sachwerte versichert.

Das Haus hat einen steuerlichen Verkehrs- sowie einen marktüblichen Immobilienwert, und der einmal angeschaffte Hausrat muss im Schadensfall bestenfalls zum aktuellen Neuwert wiederbeschafft werden. Grundlagen für die Reiseversicherung sind der Reisepreis für die Pauschal- oder für die Individualreise, die Buchungskosten für Hotel und Mietwagen, oder das pauschalierte Angebot des Versicherers für den Reisegepäckverlust. Immer handelt es sich um Sachen und Wertgegenstände, die sachversichert werden.

 

Weitere Beispiele für Sachversicherungen sind die Kfz-Kaskoversicherung mit Teilkasko und mit Vollkasko, oder die zunehmend wichtig werdende Elementarschadenversicherung. Auch die Rückversicherung ist eine Form der Sachversicherung. Die Erstversicherer versichern einen Teil ihres Risikos an weltweiten Sachschäden bei den Rückversicherern „rück“; in dem Sinne rückversichern sie sich und reduzieren dadurch ihr eigenes Versicherungsrisiko anlässlich von Sachschäden.

Vermögensversicherung

Der Vermögensschaden ist die pekuniäre oder wertmäßige Einbuße an materiellen beweglichen sowie unbeweglichen Gütern, insofern ein materieller Schaden. Dabei handelt es sich sowohl um den eigenen Schaden als auch den, der fahrlässig einem Dritten zugefügt wird; Vorsatz ist grundsätzlich nicht versicherbar.

Die meisten Vermögensversicherungen sind freiwillige Versicherungen; der Bürger kann, er muss sie aber nicht abschließen. Ihm sollte jedoch bewusst sein, dass er im Schadensfall mit seinem privaten Einkommen und Vermögen haftet. Zu den wichtigsten Vermögensschadenversicherungen gehören die:

Beispiele

Im Grunde genommen ist der Begriff Vermögensversicherung ein übergeordneter Sammelbegriff für die Versicherungszweige:

  • Haftpflicht
  • Kraftverkehr
  • Darlehen und Kredite
  • Materielle sowie immaterielle Sachen

Schaden

Versichert und insofern gedeckt sind sämtliche Verluste, die an den Vermögensrechten entstehen können. Der Verlust wird definiert als Verlieren oder als Einbuße; nach dem Schadenseintritt ist das versicherte Vermögen geringer beziehungsweise weniger wert als vorher.

Versicherungswert

Da für viele der Vermögensversicherungen bei Versicherungsbeginn ein objektiv feststellbarer Versicherungswert als zukünftiger Vermögensschaden fehlt, wird in diesen Fällen eine Versicherungssumme vereinbart und im Vertrag festgelegt. Im Schadensfall wird sie dann bis zur vollen Höhe ausgezahlt.

Ein prägnantes Beispiel dafür ist die Kfz-Haftpflichtversicherung. Der Gesetzgeber gibt einen Mindestbetrag vor; der kann vom Kfz-Halter anhand der Versicherungsangebote auf den Höchstbetrag aufgestockt werden. Damit ist der Fahrzeughalter zu 99,9 Prozent auf der finanziell sicheren, sprich abgesicherten Seite.

Spartenversicherung

Die Versicherungsgesellschaften sind nach § 8 VAG des Versicherungsaufsichtsgesetzes, kurz VAG zu einer Spartentrennung verpflichtet.

Unterschieden wird in die drei Versicherungssparten

  • Krankenversicherung
  • Lebensversicherung
  • Schaden- und Unfallversicherung

Wer als Versicherer in der einen Sparte tätig ist, der darf es in der anderen nicht sein. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass Versicherungen zu großen, internationalen Konzernen mit einer Vielzahl an Tochtergesellschaften gebündelt werden, um dann unter dem Dach der Holding möglichst viele bis hin zu alle Versicherungssparten anbieten zu können. Insofern wird die vom Gesetzgeber vorgesehene Spartentrennung optisch eingehalten.

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.