KFZ Versicherung Tarife, Teilkasko, Vollkasko, Regionalklasse, Typklasse

Sie lernen hier mehr zum Thema Kfz Versicherung Tarife und Klassen im detaillierten Überblick. Hier erfahren Sie mehr zu den Details der Regionalklasse, der Typklasse sowie der Schadenfreiheit. Darüber hinaus zu den Tarifen mit Teilkasko und Vollkasko.

Die KFZ Versicherung und deren Tarife, Teilkasko und Vollkasko, Regionalklasse und Typklasse sowie die Schadenfreiheitsklassen SF

Die KFZ Versicherung – Tarife sowie die Regionalklasse

Die Regionalklasse ist die Einstufung des Risikos eines Unfalls an dem Wohnort, an dem sich der Halter des Fahrzeugs befindet. Das bedeutet, dass das gleiche Fahrzeug mit dem gleichen Fahrer in Bremen (Regionalklasse 4) einen geringeren Beitrag zur Versicherung nach sich zieht als zum Beispiel in Berlin (Regionalklasse 12), sofern alle andere Faktoren gleich bleiben. Die Regionalklasse wird jedes Jahr zum 01. Januar angepasst, sofern sich statistische Veränderungen ergeben haben. Vereinfacht gesagt, haben Sie im laufenden Jahr weniger Unfälle als im Jahr davor, ist die Regionalklasse im darauffolgenden Jahr besser. In der Umkehr kann diese auch hochgestuft werden oder sie bleibt eben gleich.

Typklassen in der KFZ Versicherung

Ebenfalls zum 01. Januar passt die Versicherung die Typklasse an. Diese ist gekoppelt mit dem Fahrzeugtyp, wobei man hier detailliert unterscheidet. Ein Polo ist nicht gleich Polo. Jeder Fahrzeugtyp hat eine sogenannte Typschlüsselnummer, damit ist nicht die Fahrzeugidentnummer gemeint, diese ist einmalig, sondern das die Typschlüsselnummer einer Typklasse zugeordnet ist. Das Prinzip ist das gleiche wie bei der Regionalklasse. Verändert sich die Statistik an Unfällen im laufenden Jahr bei einem Fahrzeugtyp, wird die Typklasse zum 01. Januar entsprechend angepasst. Daraus resultiert, dass man Fahrzeuge die viel von jungen Fahrern gefahren sind, dementsprechend eine höhere Typklasse haben können.

Die Schadenfreiheitsklasse für unfallfreie Jahre

Die individuellen Faktoren beginnen mit der Schadenfreiheitsklasse SFK, ugs. auch unfallfreie Jahre genannt. Sie sind eine prozentuale Einstufung des Fahrers. Diese kann sowohl über der 100% Marke liegen als auch unterhalb. Bleibt ein Versicherter unfallfrei, so ist er im darauf folgenden Jahr eine SFK heruntergestuft und fährt auf niedrigeren Prozenten.

KFZ Versicherung Tarife Beispiel

Ein Beispiel: Der Versicherte zahlt für sein Fahrzeug 500 Euro Prämie im Jahr, bei SFK 2, was 100% entspricht. So bezahlt er die tariflich festgelegten 500 Euro. Bleibt er unfallfrei und sowohl Typklasse als auch Regionalklasse ändern sich nicht, wird er auf SFK 3, 90%, eingestuft. Somit zahlt er nur noch 90% des tariflichen Beitrags, in diesem Beispiel 450 Euro. Je nach Versicherung sind die SFKs in Tabellen festgelegt. Die SFKs finden Sie in den Unterlagen des Vertrags der jeweiligen Anbieter. Wichtig hierbei ist, dass es sich um den Versicherten des Fahrzeugs handelt, unabhängig davon, wer wie oft mit dem Fahrzeug gefahren ist. Um ein Versicherungsjahr angerechnet zu bekommen, muss das Fahrzeug mindestens 6 Monate am Stück, durchgehend auf einen Versicherten versichert gewesen sein. Das Versicherungsjahr endet entweder mit einem festen Jahrestag (meist Inbetriebnahme der Versicherung oder Tag der Anmeldung) oder zum 01. Januar. Dies kann der Versicherte frei wählen.

Den Rabatt wegen Schadenfreiheit übertragen

Der Rabatt wegen Schadenfreiheit kann auch übertragen werden, wobei derjenige, der die schadenfreien Jahre übernimmt nur so viele übernehmen kann, wie er selbst hätte erfahren können. Das bedeutet, dass der 20-jährige, Führerschein im Alter von 18 Jahren erhalten, von einem Angehörigen maximal 2 schadenfreie Jahre übernehmen kann.

Vollkasko oder Teilkasko

Der letzte Punkt ist der Tarif. Zuerst muss sich der Versicherungsnehmer entscheiden, ob das Fahrzeug eine Versicherung mit Vollkasko oder Teilkasko erhalten soll.

Die Vollkasko Versicherung

Eine Versicherung mit Vollkasko leistet für alle Schäden durch selbst verschuldete Unfälle am eigenen Fahrzeug sowie nicht nachweisbare Schäden von Vandalismus. Hier gibt es ebenfalls SFKs. Man unterscheidet zwischen der SFK der Haftpflichtversicherung und der SFK in der Kaskoversicherung. Verliert der Versicherte die Kontrolle über sein Fahrzeug und kommt von der Straße ab, kann sein Fahrzeug beschädigt sein ohne dass dabei Dritte geschädigt werden. Wird der Schaden über die Versicherung reguliert, geht dies zu Lasten der SFK der Kaskoversicherung, nicht der Haftpflichtversicherung.

Versicherung mit Teilkasko

Die Versicherung mit Teilkasko deckt im Groben all die Ereignisse ab, die der Versicherte nicht beeinflussen kann. Hierbei gibt es allerdings von Versicherer zu Versicherer verschiedene Tarife. Im Allgemeinen sind versichert:

  • der Brand des Fahrzeugs
  • der Diebstahl von Fahrzeugen
  • ein evtl. Glasbruch
  • Schäden durch Sturm und Hagel
  • der Marderbiss oder der Tierbiss im Allgemeinen.

Hierbei gibt es keine SFKs, der Beitrag bleibt immer auf 100%, er geht bei Schadenfreiheit nicht hinunter aber im Falle eines Schadens auch nicht rauf.

Kasko wählen

Ist der Wagen Vollkasko versichert, ist die Teilkasko in der Vollkasko integriert. Eine Vollkasko ist immer dann sinnvoll, wenn der Wagen noch einen höheren Restwert hat, bzw. noch finanziert ist.

Selbstbehalte

Um den Beitrag zu senken, können in der Versicherung mit Kasko unterschiedliche Selbstbehalte vereinbart werden, somit trägt der Versicherte einen Teil des Schadens selbst. Die Staffelungen liegen meist bei 150, 300, 500, 1000 und 1500 Euro. Das bedeutet, ein Fahrzeug kann mit einer Vollkaskoversicherung mit einem Selbstbehalt von 500 Euro und in der Teilkasko mit 150 Euro versichert sein. Bei einem Sturmschaden werden dann 150 Euro fällig, bei einem selbstverschuldeten Unfall wären es 500 Euro für die Kosten der Reparatur am eigenen Fahrzeug.

Weitere Infos

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