Private Unfallversicherung Vorteile, Nachteile, Kosten, Vergleich

Versicherung – Private Unfallversicherung Vorteile, Nachteile, Kosten, Vergleich

Private Unfallversicherung Vorteile, Nachteile

Private Unfallversicherung Vorteile, Nachteile und Kosten
Private Unfallversicherung Vorteile, Nachteile und Kosten

Wenn ganz allgemein von einer Unfallversicherung gesprochen wird, dann ist damit die private Unfallversicherung gemeint, im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung. Die ist eine Pflichtversicherung, für die der Arbeitgeber zu sorgen und auch die Beiträge zu bezahlen hat. Jedes Unternehmen gehört einer Berufsgenossenschaft an. Dort sind die Arbeitnehmer während ihrer Berufsausübung unfallversichert. Hier lernen Sie mehr zu den Vorteilen und Nachteilen, den Beiträgen sowie der Leistung einer privaten Unfallversicherung. Sie erhalten eine kleine Anleitung zum Vergleich dieser Versicherungsart.

Die private Unfallversicherung ist keine Pflicht, sondern eine freiwillige Versicherung. Jeder kann selbst entscheiden, ob er sich unfallversichern möchte. Der Leistungsfall für den Versicherer ist der Unfall. Entsprechend dem Unfallversicherungsvertrag wird eine Rente, die Unfallrente oder eine einmalige Abfindung als Kapitalzahlung geleistet. Sinn und Zweck der Unfallversicherung ist es, die durch den Unfall entstehenden finanziellen Nachteile in der Einkommenssituation auszugleichen.

Unfall Definition

Kaum ein Leistungsfall ist so klar und zweifelsfrei zu definieren wie der Unfall. Nach einhelliger Gesetzgebung und Rechtsprechung ist er „ein plötzliches, zeitlich und örtlich bestimmbares sowie von außen einwirkendes Ereignis, bei dem eine natürliche Person unfreiwillig einen Körperschaden erleidet oder eine Sache unbeabsichtigt beschädigt wird.“

Versicherungsbeiträge

Der Unfall kann die persönliche Lebenssituation von einer auf die andere Sekunde komplett verändern. Wer morgens das Haus verlässt, der ahnt nicht, dass ihm Stunden später ein Unfall zustößt. Da das überall geschehen kann, muss die Unfallversicherung weltweit und rund um die Uhr, also 24 Stunden gelten. Wenn schon, dann sollte der Versicherte lückenlos unfallversichert sein. Der Staat unterstützt den Abschluss einer Unfallversicherung dadurch, dass die Versicherungsbeiträge steuerlich geltend gemacht, wie es heißt von der Steuer abgesetzt werden können. In der Anlage Vorsorgeaufwand zum Mantelbogen der Jahressteuererklärung kann auf der zweiten Seite unter laufender Nummer 50 unter anderem der jährliche Unfallversicherungsbeitrag angesetzt werden. Er reduziert die Höhe des steuerpflichtigen Einkommens und in der Folge davon die tatsächliche Steuerlast.

Kosten, Beiträge

Üblich ist es, die Unfallversicherung mit einer regelmäßigen, monatlichen Beitragszahlung abzuschließen. Die Grundsumme im meistens fünfstelligen Eurobetrag ist gleichbedeutend mit der Versicherungsleistung im Todesfall. Jeder Versicherer bietet neben dem Grundtarif eine Vielzahl an Zusatzoptionen.

Die besonders wichtigen Zusatzoptionen sind die Progression bei höherem Invaliditätsgrad sowie einer verbesserten Gliedertaxe. Im Grunde genommen werden die Basisleistungen gegen einen Mehrbeitrag angehoben. Darüber hinaus werden weitere Versicherungsleistungen angeboten, mit denen die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sinnvoll ergänzt werden. Der Unfall geht in der Regel mit einer dadurch bedingten Erkrankung einher, die ein Leistungsfall für die Krankenkasse ist.

Zusatzleistungen

Sinnvolle, zweckmäßige und notwendige Zusatzleistungen, die nicht von der Krankenkasse bezahlt werden, sind

  • Bergungskosten
  • Kosmetische Operationen
  • Krankenhaustagegeld
  • Kurkostenbeihilfe
  • Reha-Maßnahmen
  • Rücktransportkosten vom Unfallort zum Heimatort
  • Sofortleistungen bei schweren und schwersten Verletzungen

Die Versicherer lassen sich im wahrsten Sinne des Wortes rund um ihre Unfallversicherung sehr viel einfallen. Einerseits sind es Einschränkungen wie Leistungsausschlüsse, andererseits Angebote wie eine Beitragsrückgewähr, auch Beitragsrückerstattung genannt. Der Leistungsfall selbst orientiert sich an der Gliedertaxe. Auch hierzu lohnt sich ein genauer Vergleich von mehreren Tarifangeboten. Welche Unfallfolge ist mit welchem Prozentsatz versehen, und ab welchem Prozentsatz wird was geleistet. Die Vielzahl an individuellen Tarifmerkmalen macht einen direkten Vergleich von Angeboten mehrerer Versicherer nicht unbedingt leicht.

Vergleich

Der Versicherte sollte sich dadurch nicht entmutigen lassen. Eine Möglichkeit für den möglichst aussagefähigen Vergleich ist das Ausschlussprinzip.

  • Versicherer mit den wenigsten Leistungsausschlüssen kommen in die engere Wahl.
  • Der Invaliditätsgrad, ab dem der Unfall ein Leistungsfall ist, muss niedrig sein.
  • Und mit der Progression in Prozentpunkten nimmt der Versicherte Einfluss auf die tatsächliche Versicherungszahlung im Leistungsfall.
  • Die 500-prozentige Progression bedeutet eine dementsprechende Erhöhung der versicherten Grundsumme. Die sich daraus ergebende Leistung bemisst sich dann nach dem Invaliditätsgrad anhand der versicherten Gliedertaxe.
  • Jetzt sollte noch mitentschieden werden können, ob dieser Betrag einmalig als Kapitalzahlung, oder dauerhaft als Rente gezahlt wird.

Resüme

  • Die Notwendigkeit einer privaten Unfallversicherung ist unbestritten hoch
  • Je früher sie abgeschlossen wird, umso niedriger ist der Monatsbeitrag
  • Ein Unfall kann in jedem Alter und Situation geschehen, auch ohne das Hinzutun des Verunfallten
  • Da die Unfallversicherung ein langfristiger Vertrag ist, lohnt sich vor Versicherungsabschluss ein ausgiebiger, genauer Tarifvergleich. Über Jahrzehnte hinweg lässt sich bei gleicher Versicherungsleistung durchaus ein drei- bis vierstelliger Eurobetrag einsparen

Weiterführende Informationen

Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.