Welche Gesundheitsfragen sind für die Risikolebensversicherung relevant?

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Welche Gesundheitsfragen sind für die Risikolebensversicherung relevant?

Welche Gesundheitsfragen sind für die Risikolebensversicherung relevant?
Welche Gesundheitsfragen sind für die Risikolebensversicherung relevant?

Antwort:

Risikolebensversicherung Gesundheitsfragen

Die Risikolebensversicherung sichert für die Angehörigen den Todesfall des Versicherungsnehmers finanziell ab. Daher ist es notwendig, seinen Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zu überprüfen. Seit 2010 gibt es keine seriösen Angebote von Risikolebensversicherungen ohne Gesundheitsfragen mehr auf dem deutschen Markt. Die Konditionen der Police hängen neben der Versicherungssumme und der Laufzeit von Alter und Gesundheitszustand des Versicherten ab.

Welche Fragen zur Gesundheit sind relevant?

Ausschlaggebend sind vor allem Fragen zu Krankheiten und Angewohnheiten, die entweder rasch oder häufig in einem bestimmten Zeitraum zum Ableben der versicherten Person führen können. Die Gesundheitsfragen folgen jedoch nicht einheitlichen Kriterien, sondern variieren von Anbieter zu Anbieter.

Ärztliche Untersuchung

Ab einer Versicherungssumme von 250.000 Euro ist der Antragsteller verpflichtet, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Wenn Vorerkrankungen vorhanden sind, die zu einer Risikoerhöhung in Bezug auf das Leben des Versicherten führen, kann ebenfalls eine ärztliche Nachprüfung gefordert werden.

Angaben zu Erkrankungen

Die Angaben zu Erkrankungen, die gemacht werden müssen, beziehen sich in der Regel auf den vergangenen Zeitabschnitt innerhalb von fünf bis zehn Jahren. Pflichtangaben sind zu schweren Krankheiten wie HIV, Krebs und Herz-/Kreislauferkrankungen sowie psychischen Erkrankungen zu machen.

Anzugeben sind ebenso Krankenhausaufenthalte, Reha-Maßnahmen sowie Unfälle der letzten zehn Jahre. Zudem müssen schädliche Lebensgewohnheiten wie Rauchen im Formular aufgeführt werden.

Weiterhin sind ausschlaggebend:

  • aktuelle Erkrankungen, Gesundheitsstörungen und sonstige Beschwerden,
  • amtlich festgestellte Einschränkungen: Behinderungsgrad, Erwerbsminderung, Wehrdienstbeschädigung,
  • Sucht und Abhängigkeit: Alkohol, Drogen, Medikamente,
    riskante Berufe und Hobbys.

Diese Beeinträchtigungen können die Lebenserwartung eines Menschen stark negativ beeinflussen. Daher müssen die Versicherungsgesellschaften sie in ihre Risikokalkulation einbeziehen.

Welche Gesundheitsfragen sind nicht so entscheidend?

Weniger wichtig sind folgende Krankheitsbereiche oder Untersuchungen:

  • ohne Folgen überstandene Erkältungskrankheiten,
    Vorsorgeuntersuchungen, bei denen keine Krankheit festgestellt wurde,
  • Zahnarztbesuche,
  • Schwangerschaften,
  • Allergien,
  • Sportverletzungen, die ohne Folgen ausgeheilt sind,
  • oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Diese Befunde und Erkrankungen sind in der Regel problemlos versicherbar, bei Bluthochdruck oder Diabetes wird die Versicherung im Allgemeinen Beitragszuschläge erheben, ebenso für das Betreiben risikoreicher Sportarten.

Nicht versichert werden beispielsweise Personen mit Tumoren oder schwere Depressionen und Extremsportarten, wobei stets der Einzelfall zu prüfen ist.

Weitere Informationen zu Gesundheitsfragen bei der Risikolebensversicherung erhalten. Weiterhin kann auch eine Dread Disease Versicherung interessant sein.

Weiterführende Informationen

  • Mehr zum Thema Versicherungsarten und Versicherung lernen.
Insbesondere möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Finanzberatung vornehmen. Sollten Sie einen Kredit oder eine Versicherung abschließen wollen, erkundigen Sie sich bitte bei einem Fachexperten für Finanzierungen.